Für wen sind wir da?

Familien mit chronisch kranken oder behinderten Kindern und Jugendlichen sind durch die Beeinträchtigungen und hohen Anforderungen im Alltag häufig sehr belastet. Konkret und umfassend unterstützt SüdLicht das soziale Umfeld der Betroffenen dabei, die alltäglichen Herausforderungen zu bewältigen.

Unter dem sozialen Umfeld verstehen wir (Pflege-)Eltern, Geschwister sowie Angehörige und Bezugspersonen. Mit Zustimmung der Familien können wir die beteiligten Fachkräfte aus dem therapeutischen, medizinischen oder (sozial-)pädagogischen Bereich mit einbeziehen.

Familien

Wenn bei einem Kind eine chronische Erkrankung diagnostiziert oder ein Kind mit einer Behinderung geboren wird, beginnt für die Familie eine Zeit mit vielen Arzt- und Therapiebesuchen, Krankenhausaufenthalten, Beantragungen von Unterstützungsleistungen, Ämtergängen und vielen weiteren organisatorischen Aufgaben. Oft machen sich Eltern, Großeltern und auch Geschwister Sorgen über die Zukunft.

In dieser turbulenten Zeit wünschen sich Angehörige nicht selten Unterstützung. Oft stellt der bürokratische Aufwand bei der Beantragung von Förderungen, Pflege- und Unterstützungsleistungen oder  baulicher Veränderungen ein große Hürde dar, für die nicht immer genügend Zeit und Energie zur Verfügung stehen. Neben der Bewältigung des Alltages müssen die Familienmitglieder sich auf einen anderen als den geplanten Lebensweg einstellen und einen Umgang mit ihren täglichen, kleinen und größeren Sorgen finden.

Unser Team bietet Begleitung und Unterstützung bei der Orientierung innerhalb der zahlreichen Hilfsangebote und der Leistungen, die beantragt werden können. Oftmals ist es hilfreich, alle beteiligten Fachpersonen "an einen Tisch zu bringen", damit unterstützende Angebote und Maßnahmen optimal aufeinander abgestimmt werden können. Wir unterstützen beim Umgang mit und bei der Verarbeitung der Diagnose und sind gern auch Ansprechpartnerinnen für alltägliche Sorgen rund um das Familienleben.

Geschwister

Geschwister von chronisch kranken oder behinderten Kindern und Jugendlichen wachsen in einer besonders anspruchsvollen familiären Umgebung auf. Mit unseren Geschwisterangeboten bieten wir ihnen Zeit und Raum, andere Kinder in ähnlichen Situationen kennen zu lernen, sich auszutauschen und mit ihrer Situation auseinander zu setzen. 

Netzwerk

Für unsere Arbeit ist ein guter Kontakt und Austausch mit den Kolleg*innen im Leipziger Hilfen-Netzwerk grundlegend wichtig. Zu den Einrichtungen, mit denen wir zusammenarbeiten zählen:

  • Medizinische Einrichtungen wie Kinderärzt*innen, Fachärzt*innen, Kinderkliniken, Rehabilitations-/Kurkliniken
  • Therapeutische Einrichtungen wie Frühförderstellen oder Ergotherapie-, Logopädie-, Physiotherapie- und andere medizinisch-therapeutische Praxen
  • Familien-, Lebens- und Erziehungsberatungsstellen, Kinderschutzzentrum, Frauenberatungsstelle, Migrationsberatungsstellen, Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen,
  • Heilpädagogische und/oder integrative Kindertagesstätten, (Förder-)Schulen, Berufsbildungswerke
  • Pflegekassen, (Kinder-)Pflegedienste
  • Behörden und Ämter wie Sozialamt, Jugendamt, Kommunaler Sozialverband